Über uns
Ripuaria
Ripuaria ist eine katholische, Farben tragende, nicht schlagende Studentenverbindung. Erfolgreich studieren, miteinander Freizeit gestalten, gemeinsam den Glauben leben. So lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen, was Ripuaria bedeutet und wovon sich schon seit fast 150 Jahren immer wieder Studenten begeistern lassen.
- Wer Hilfen beim Fachstudium, interdisziplinären Austausch oder Beratung durch Beruferfahrene sucht sowie kommunikative und soziale Kompetenz erlernen will, …
- Wer lebenslang haltenden, generationenübergreifenden Freundschaften offen gegenübersteht und Verantwortung für sich und andere übernehmen möchte, …
- Wer der Religion auch im universitären Alltag Raum geben möchte und sich persönlich mit Glaubensinhalten auseinander setzen will, …
...der ist bei uns genau richtig!
Im Rahmen eines umfangreichen Semesterprogramms mit Vortragsabenden, Gottesdiensten, Ausflügen, Festen, studentischen Feiern und Partys versuchen wir, die genannten Ziele zu verwirklichen und unseren selbst gestellten Ansprüchen zu genügen.
Bekannte Mitglieder
- Philip Freiherr von Boeselager, Ehrenmitglied Ripuariae
(* 6. September 1917 auf Burg Heimerzheim; † 1. Mai 2008 auf Burg Kreuzberg in Kreuzberg bei Altenahr) war ein deutscher Privatwaldbesitzer, forstlicher Verbandsfunktionär und früherer Berufsoffizier der Wehrmacht. Er war der letzte Überlebende des innersten Kreises der militärischen Widerstandsgruppe um Generalmajor Henning von Tresckow und Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg, die am 20. Juli 1944 ein Attentat auf Adolf Hitler verübte. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er entscheidend an der Entwicklung der deutschen Forstwirtschaft beteiligt, so von 1968 bis 1988 als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW).
Zusammen mit seinem Bruder Georg gehörte er zu den Verschwörern des Attentats vom 20. Juli 1944. Er kommandierte am 18. Juli 1944 sechs Schwadronen (1200 Mann), die mit den Pferden zunächst in Richtung Brest-Litowsk ritten. Dann sollten sie mit Lastkraftwagen nach Warschau fahren und von da aus mit Flugzeugen zum „führerlosen“ Berlin fliegen, um die beiden Teile des Reichssicherheitshauptamtes zu besetzen. Als er vom Scheitern des Anschlages auf Hitler erfuhr, ließ er sofort kehrtmachen, um wieder zu den alten Stellungen zurückzukehren und unbemerkt zu bleiben. Er überlebte, weil alle Mitverschwörer – selbst unter der Folter – über seine Beteiligung schwiegen.
Nach 1945
Freiherr von Boeselager war ein gefragter Zeitzeuge und berichtete in Schulen und bei vielen öffentlichen Anlässen über seine Erfahrungen und Ansichten. Er gab zahlreichen Fernseh- und Radiosendern sowie Zeitungen und Zeitschriften Interviews, u. a. der Jungen Freiheit zum 18. Juli 2003 und zum 20. Juli 2007, sowie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung drei Wochen vor seinem Tod. Als gläubiger Katholik setzte er sich –auch und gerade vor dem Hintergrund der Erfahrungen im Nationalszozialismus – für den Schutz des ungeborenen Lebens und gegen Abtreibung ein. Aus Protest gegen den „Abtreibungskompromiss“ trat er 1993 aus der CDU aus – wie er schrieb, „in Konsequenz der zentralen Ziele – wie des Rechts auf Leben –, für deren Wiederherstellung die Männer des 20. Juli hingerichtet worden sind“.
Auszeichnungen (Auswahl)
Träger des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz (1944)
Eisernes Kreuz (1939), II. (1940) und I. Klasse (1941)
Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Ehrenmitglied der Rheinischen Ritterschaft und deren Ritterhauptmann z. D.
Ehrenvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände
Ehrenmitglied der Katholischen Deutschen Studentenverbindung K.D.St.V. Ripuaria Bonn im CV seit 2000
Träger des Verdienstordens des Landes Rheinland-Pfalz seit Dezember 2007
Zitate
„Die Überlebenden einer Tragödie sind niemals deren Helden.“
– Philipp v. Boeselager, 2004
„Ich bin gar nicht mutig gewesen.“
– ebender, 2004