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Geschichte

Die KDStV Ripuaria Bonn, gegründet am 22. April 1863, im Cartellverband seit 1905 (heute Nr. 42), insgesamt siebtälteste Verbindung im CV, entstand mit den Farben Blau-Weiß-Rot durch neun Priesteramtskandidaten. Der anfangs Rhenania genannte Bund gab sich die drei Prinzipien Religio, Scientia und Amicitia und traf sich samstags, später auch mittwochs, in der Gaststätte Ark in Kessenich. Programm waren rhetorische und homiletische Übungen, um danach den Tag gesellig ausklingen zu lassen. Im Nachhinein bildete Ripuaria eine Aktivitas außerhalb des Konvikts, öffnete sich den katholischen Studenten aller Fakultäten, gründete ihren Altherrenverband und bezog 1906 ihr erstes eigenes Verbindungshaus in der Thomastraße.

In der NS-Zeit stimmte Ripuaria vergeblich für die Beibehaltung des Katholizitätsprinzips des CV und gegen die Auflösung des Cartellverbandes. Schließlich verweigerte sie die Selbstauflösung, wurde jedoch 1938 durch den Himmler-Erlass verboten und in den Untergrund gedrängt. Die Wiederbelebung konnte erst 1947 stattfinden. Nach einer ersten Notlösung in der Nordstadt konnte Ripuaria 1957 ihr neues Haus in der Meckenheimer Allee einweihen. Mit dem größten Saal, einem Parkplatz, 17 Studentenzimmern, Faxenwohnung, Kegelbahn und anderem blieb es in Bonn einzigartig.

Am Nikolausfest 1953 schloss Ripuaria mit der VKTh Burgundia Bonn im Collegium Albertinum ein Freundschaftsverhältnis, das etliche gemeinsame Mitglieder zur Folge hat und dem Cartellverband somit auch viele zusätzliche Kleriker beschert. Die Verbundenheit lebt bis heute ungemindert fort.

Für das Akademische Jahr 1912/13 übernahm Ripuaria erstmals die Vorortsgeschäfte des Cartellverbandes. Ein zweites Mal stellte Ripuaria 1974/75 den Vorort. Zudem war im Vorort 2000/01 Bbr. Michael Güntner Erster stellvertretender VOP und im Vorort 2008/09 Bbr. Christian Fiehl sogar selbst Vorortspräsident.

Zum Nikolausfest 2005 traten 33 Philister der AV Tuisconia Königsberg zu Bonn in Cumulo der KDStV Ripuaria Bonn bei, da sich ihre eigene Ur-Verbindung in Auflösungserscheinung befand und ein Wiedererstarken nicht mehr erwartet wurde. Erst 2012 stellte sich die Tuisconia im bayerischen Landshut neu auf.

Nach dessen fulminanter Festrede auf dem Kommers des 150. Stiftungsfestes 2013 verlieh Ripuaria im SS 2014 dem Vorsitzenden der NRW-CDU Cbr. Armin Laschet ihr Band auf Lebenszeit. „Wenn ich damals in den 80ern als Zeitweiliges Mitglied häufiger adH gewesen wäre, hätte ich mir das Band schon damals verdient.“

Heute zählt die KDStV Ripuaria Bonn ca. 400 Mitglieder. Seit SS 2020 werden die drei Wohnetagen des Ripuarenhauses komplett saniert, völlig umgebaut und in allen Belangen modernisiert.